Was ist Progressive Muskelrelaxation (PME)?

Der Entdecker dieses Entspannungsverfahren ist der amerikanische Arzt Edmund Jacobson. Sein bekanntestes Zitat lautete: "Es gibt vielleicht kein allgemeineres Heilmittel als Ruhe" (1938).

 

Er beschäftigte sich Anfang der 20. Jahrhunderts eingehend mit der Funktion der Muskeln und fand heraus, dass durch gezieltes willentliches Anspannen und anschliessendes Lösen einzelner Muskelgruppen, sowie die Konzentration auf die Wahrnehmung auch subtiler Empfindungen, eine tiefe Entspannung des Körpers und der Psyche erreicht werden kann.

 

Wenn wir Angst haben, unter starker Anspannung oder Druck stehen, spannt sich automatisch unsere Muskulatur an, z.B. schliesst man die Hände unbewusst zur Faust. Je grösser die psychische Anspannung durch Ereignisse wie Stress, Angst oder Ärger ist, desto ausgeprägter sind auch die muskuläre Anspannungen.

Unter Umständen können sich Blockaden ergeben, die Schmerzen und psychosomatische Störungen verursachen. Dies Methode eignet sich sehr gut für Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis hin ins Seniorenalter. PME ist sofort um- und einsetzbar.

 

Spürbare Fortschritte durch regelmässiges Training.

 

Mit der Zeit lernt man, ein Gefühl für Anspannung und Entspannung (Relaxation) zu bekommen. Progressiv, also voranschreitend ist das Training, da es der Übende nach der kurzen Anspannungsphase mit fortschreitender Praxis immer besser lernt, die entsprechenden Muskelgruppen zu entspannen. Zu Beginn wird intensiv geübt und mit fortschreitenden Üben verkürzt sich die Zeit sukzessive.

 

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Folge von Stress


 

Die PME verhilft durch Auflösung muskulärer Spannungszustände zu geistiger und körperlicher Ruhe und Erholung vom oft belastenden Alltag.

Ganz nach dem Motto: Durch körperliche Entspannung hin zur seelischen Entspannung.

 

Stressbedingte Beschwerden lassen nach, die Entspannung wirkt sich positiv auf den ganzen Körper aus, macht ruhig und gelassen.

 

Das Ziel ist es die Übungen in den Alltag zu integrieren und proaktiv aufkommende Anspannungssignale wahrzunehmen, um Korrekturen einzusetzen. Das setzt allerdings voraus, dass regelmässig geübt wird.

 

Die PME ist für aktive Menschen eine ideale Möglichkeit als Einstieg in das Autogene Training.

 

PME wie geht das?


 

Das Prinzip dieser Tiefenentspannung ist denkbar einfach und beruht darauf, Muskeln zunächst willentlich anzuspannen, die Anspannung kurz zu halten und dann zu entspannen.

 

Das Ziel: Durch gezieltes Anspannen verschiedener Muskelgruppen und anschliessender Lösung der Spannung soll sich die Muskulatur über das Ausgangsniveau hinaus entspannen.

  • Zunächst konzentriert man sich auf eine Muskelgruppe, z.B. die rechte Hand. Die Hand wird langsam zur Faust geballt. Dabei die Spannung in den Muskeln der rechten Hand spüren.
  • Diese Spannung 3 bis 5 Sekunden halten.
  • Anschliessend die Hand 15 bis 30 Sekunden loslassen und nachspüren, welche Empfindungen sich einstellen. Übung 2 x wiederholen.
  • Danach geht man zur anderen Hand und wiederholt diese Übung, wie oben.

 

 

Indikation?


 

Vor allem bei:

  • Muskelverspannungen, Spannungskopfschmerz, Migräne, allgemeine Schmerzen (nicht entzündlich) können gelindert werden
  • Ausgleichend bei Stress, innere Unruhe, Schlafstörungen, Angstzustände
  • Ausbalancierend bei Nervosität, Spannungsgefühle, psychovegetatives Erschöpfungssyndrom
  • Gesundheitsvorsorge - Toleranzerhöhung gegenüber Stress
  • Steigerung der Körperwahrnehmung und Körpergefühls
  • Verbesserung der Selbstaufmerksamkeit und erhöhte Sensibilität
  • ...

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